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  Keilfeckbärbling
 
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Keilfleckbärbling (Trigonostigma heteromorpha)


Der ungefähr 4cm große Keilfleckbärbling lebt in Südostasien (Thailand, Indonesien, Sumatra). Dort ist er ein typischer Bewohner kleiner Regenwaldbäche.
Diese sind tendeziell eher dunklere Biotope mit viel Holz, Laubeintrag, dunklerem Boden, das  Wasser ist weich und leicht sauer. Das Wasser kan wegen seiner Beschaffenheit als Schwarzwasser bezeichnet werden. Eine Nachahmung dieses Wasser in der Haltung im Aquarium durch Torf, wirkt sich positiv auf den Fisch aus, er zeigt dann seine ganze Farbpracht.

Die Beschreibung dieser Art fand erstmal 1904 durch Duncker statt. Synonyme für den Keilfleckbräbling sind Rasbora (alter lat. Gattungsname) heteromorpha und Rasbora hengeli, laut Meinken 1956.

Verhalten:
Der Keilfleckbärbling hält sich die ganze Zeit über in der mittleren Beckenregion auf. Er zeigt ein sehr schönes Schwarmverhalten, die Tiere bleiben dicht zusammen und stehen gut im Schwarm, auch wenn keine gefahr droht. Dieses Verhalten ist bei Süßwasserfischen nur selten zu beobachten und wenn nur bei Gefahr, mit diesem Verhalten stellt der Keilfleckbärbling eine Ausnahme bei den Süßwasserzierfischen dar, was neben seiner schöner Optik ein weiterer Anreiz zur seiner Haltung ist.

Haltung:
Das Becken sollte min. 54L fassen. Die Einrichtung sollte dem natürlichen Biotop nahe sein, d.h. Wurzeln, Laubeinlage, dunkler Bodengrund dichte Bepflanzung, aber auch noch genügend freier Schwimmraum. Das Wasser sollte, wie in der Natur, leicht sauer und weich sein, die Temperatur sollte um 25°C liegen. Er ist der perfekte Beifisch für andere ruhige Fischarten, da er selber ein ruhiges Temperament hat und nicht mit quirligen Fischarten vergesellschaften werden sollte, genauso wenig wie mit räuberischen Fischarten. Da es sich um einen Schwarmfisch handelt, sollte man min. 10 Tiere zusmamen pflegen, aber je mehr desto besser und bei größeren Gruppen sieht das Schwarmverhalten noch imposanter aus. Gefressen werden alle kleinen Futtersorten. Bei carotinreicher Ernährung, z. B. mit Cyclops zeigen die Tiere ihre ganze Farbpracht. Die Männchen werden um den Keil herum  prächtig orangerot, die Weibchen bleiben insgesamt etwas blasser. Zeigen eingewöhnte, geschlechtsreife Tiere  nicht ihre prächtigen Farben, dann ist dies ein deutlicher Hinweis darauf, dass sich die Tiere nicht wohl fühlen. Meist ist dies auf Überbesatz oder eine nicht passende Vergesellschaftung zurückzuführen.

Geschlechtsunterschiede und Zucht:
Die Männchen sind schlanker, aber farbprächtiger als die Weibchen. In Laichstimmung sind die Weibchen auch deutlich fülliger.
Die Zucht ist schwierig, da der Keilfleckbäbrling ein Weichwasserspezialist ist. Das Wasser im Zuchtbecken muss für eine erfolgreiche Zucht GH=1, kh=0-1 und ph=5,5-6  betragen. Diese Wasserwerte kann man mit Eichen-, Buchenlaub oder Erlenzäpfchen erreichen. Das Zuchtbecken sollte dicht bepflanzt sein, zum Ablaichen werden nicht zu hohe Pflanzen, am besten welche aus der Gattung Cryptocoryne benötigt. Die Temperatur sollte zwischen 25 und 28°C liegen, der optimale Wasserstand beträgt 15-20cm. Die Fische sind sehr wählerisch und verpaaren sich nicht mit jedem anderen Keilfleckbärbling, die besten Zuchtergebnisse kamen mit einem 1 Jahr alten Weibchen und einem 2 Jahre alten großen Männchen zustande.  Der eigentlichen Paarung gehen viele Scheinpaarungen vorraus. Nach zahlreichen Scheinpaarungen laichen dann die Weibchen an der Unterseite der Pflanzenblätter ab. Dazu drehen sie sich in Rückenlage. Das Männchen umschlingt dabei mit seinem Schwanzstiel den Rücken des Weibchen. In dieser Stellung werden Eier und Samenzellen abgegeben.
Die sehr kleinen Jungfische schlüpfen nach etwa 24-30 Stunden, je nach Temperatur und schwimmen nach 3-5 Tagen frei, anfüttern mit kleinstem Futter, z. B. Pantoffeltierchen. Später nehmen sie auch Artemia-Nauplien, fein ausgesiebtes Tümpelfutter oder Staubfutter bzw. fein zerriebenes Flockenfutter an.

 

 

 

 

 

 
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