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  Paradiesfisch (Makropode)
 
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Paradiesfiscch (Macropodus opercularis)

ein Bild

Der Paradiesfisch (Macropodus opercularis) war der erste Zierfisch, der nach dem Goldfisch aus Asien nach Europa eingeführt wurde. In der Aquaristik gilt er als Pionier.
P. Carbonnier gelang 1869 die erste Zucht von Tropenfischen in Gefangenschaft mit dem Paradiesfisch. Von diesem Stamm leiten sich auch noch heute die meisten Nachzuchten ab, die man im Handel bekommt.
Der Fisch kommt in der Natur in China, über Thailand bis nach Vietnam vor, wo er in Kanälen und Sümpfen lebt.

Es gibt 2 Zuchtform des Paradiesfisches, nämlich eine blaue (siehe Bild) und eine rote Zuchtform, die beide kleiner bleiben als die Wildform. Leider bekommt man im Handel meist nur noch farblose Fische, da der Paradiesfisch einfach überzüchtet worden ist. Deswegen wird er wohl auch bald aus den Aquarien verschwinden.
Es ist ein sehr neugieriger Fisch und er ist immer da wenn etwas vor oder im Aquarium passiert. Wenn man mit der Hand im AQuarium arbeitet zupft er schonmal an den Haaren.

Haltung:
Für die beiden Zuchtformen sollte das Becken min. 80cm lang sein, für die Wildform min. 100cm, da sie größer wird und somit auch mehr Platz benötigt. Das Becken sollte möglichst verkrautet sein und Schwimmpflanzen aufweisen. (Die Schwimmpflanzen werden zum Schaumnestbau und als Deckung genutzt.) Der Paradiesfisch gehört zu den Labyrinthern und muss somit zum Luft holen an die Oberfläche, deshalb ist darauf zu achten, dass dies auch möglich ist! Das Labyrinth ist ein Organ, wie ein gewunder Schlauch im Kopf des Fisches, der wie unsere Lungen Luft aufnimmt und ans Blut weitergibt. Diese spezielle Atmung erlaubt des den Paradiesfischen bei sich verschlechteren Wasserwerten oder bei Sauerstoffmangel länger zu überleben, als andere kiemenatmende Fische.
Im Becken darf keine Strömung herrschen, da die Paradiesfisch dies  überhaupt nicht mögen!
Bei den Wasserwerten ist der Paradiesfisch nicht anspruchsvoll, ein ph-Wert von 6-8 und weiches bie mittelhartes Wasser sind zur Haltung geeignet., die Temperatur sollte 20-28°C betragen, das Minimum beträgt 15°C und das Maximum 30°C. Man kann den Paradiesfisch im Sommer sogar in flachen Gartenteichen halten.
Er sollte im harem (1m/2-3w) oder als Pärrchen, je nach Temperament des Männchen, gehalten werden. Er kann sogar mit friedlichen und ruhigen Buntbarschen (z. Bs. Maroni-Buntbarsch, Schmetterlingsbuntbarsch) des unteren Bereichs vergesellschaftet werden, da er den oberen Beckenbereich beansprucht.

Zucht und Geschlechtsunterschiede:
Das Männchen ist kräftiger gefärbt und hat längere Flossen, als das Weibchen. Die Zucht ist sehr einfach. Um die Fortpflanzung anzuregen, sollte die Temperatur auf 28°C erhöht werden. Dann baut das Männchen zwischen Schwimmpflanzen sein Schaumnest. Er imponiert in stärkster Färbung und mir gepreizten Flossen vor dem Weibchen und führt es durch sein Revier. Bei der Paarung umschlingen sich die beiden, danach werden die Eier ins Schaumnest gespuckt. Ab sofrt bewacht das Männchen das Schaumnest und vertreibt jeden, der der Schaumnest zu nahe kommt. Nach ca. 2 Tagen schlüpfen die stecknadelgroßen Paradiesfische und halten sich zuerts weiterhin in der Nähe des immer noch vom Männchen bewachten Schaumnest auf. 3Wochen nach dem Schlupf sind die Paradiesfisch ungefähr 7mm lang und beginnen mit der Umstellung der Atmung von Kiemen auf Labyrinth.




 
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