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  Richtig füttern
 
"Fische und Wirbellose richtig füttern

Die richtige Ernährung ist für Fische und Wirbellose genauso wichtig wie bei uns Menschen, nur müssen wir in beiden Fällen dafür sorgen das dies auch der Fall ist!
Die Ernährung von Fischen sollte abwechslungsreich sein. Durch zu einseitige Fütterung oder durch die Verwendung minderwertigen Futters können bei den Fischen Magelerscheinungen auftreten, die sie anfällig für Krankheiten machen. Denn viele Fischkrankheiten können die Fische nur befallen und im schlimmsten Fall töten, wenn ihr Immunsystem geschwächt ist.  Die richtige Ernährung sorgt für prächtige Farben ihrer Fische und leistet einen entscheidenden Anteil zur Vermehrung der Fische.

Das Futter sollte auch dem Nahrungsspektrum des jeweiligen Tieres enstprechen!
Einige Fische sind reine Fleischfresser (carnivor, z. B. Raubfische),  andere reine Pflanzenfresser (herbivor, z. B. Wirbellose), gensauso wie fast alle Wirbellosen unddann gibt es natürlich noch die Allesfresser, die nichts verschmähen.
Alles Arten sollten aber so abwechslungseich wie möglich gefütter werden. Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Trockenfutter, es ist gut als Grundfutter geeignet. Desweiteren gibt es Lebend- und Frostfutter, die Nährstoffe sind in beiden gleich, aber einige Fischarten, besonders Wildfänge, fressen nur lebendes Futter. Für Herbivore eignet sich auch gut Gemüse und Obst zur Fütterung.

Gefüttert werden sollte 1-mal täglich, aber nur so viel Futter, wie die Fische in 1-2 Minuten restlos auffressen, spätestens aufhören wenn die Fische einen "Kugelbauch" haben! Jungfische müssen mehrmals täglich immer mit kleinen Portionen gefüttert werden. Bei erwachsenen Fischen ist ein Fastentag in der Woche sinnvoll.

Trockenfutter:
Die Pallette an Trockenfutter ist gigantisch! Für jeden Bedarf ist etwas dabei! Um alle Fische in seinem Becken zu bedienen, sollte man ein Grundfutter nehmen, was sowohl pflanzliche als auch tierische Bestandteile enthält. Trockenfutter gibt es in verschiedenen Pressformen und Größen: Flockenfutter ist für Fische geeignet, die ihre Nahrung von der Wasseroberfläche aufnehmen. Granulat ist für Fische der mittleren Regionen geeignet. Tabletten oder sinkendes Granulat ist für Bodenbewohner geeignet.
Man sollte keine großen Dosen kaufen, da diese für 1-2 Becken einfach zu viel sind und nie aufgebraucht werden. Trockenfutter verliert durch Licht und Sauerstoff Vitamine, daher muss man es trocken und dunkel lagern. Nach 2 Monaten sollte man angebrochene Dosen allerdings wegwerfen.

Frostfutter:
Frostfutter ist eine gute Nahrunsgergänzung. Man sollte auch hier verschiedene Sorten füttern. Beim Kauf sollte man auf gute Qualität achten (d.h. kein Gefrierbrand, aufgetautes Futter o.ä.). Vor dem Füttern sollte das Futter aufgetaut und außerhalb des Aquariums gespült werden um eventuelle Schadstoffe wegzuspülen und das Wasser nicht unnötig zu belasten. Rote Mückenlarven sollten besser nicht gefüttert werden, da sie gerne in schadstoffreichen Gewässern leben und somit meist belastet sind.

Lebendfutter:
Lebendfutter ist wohl die natürlichste Ernährung von Zierfischen! Man kann entweder Päckchen im Aquaristikfachhandel kaufen oder selber züchten, was nicht schwer ist und wenig Platz beansprucht. Im Sommer gibt es auch die Möglichkeit zu Tümpeln, d.h. Lebendfutter selber aus Teiche u.ä. fangen, dabei sollte man aber darauf achten nichts aus belasteten Gewässern zu fangen und vor dem Verfüttern schauen, ob man sich keine Schädlinge, wie zum Beispiel Libellenlarven, die außerdem unter Naturschutz stehen, gefangen hat.

Gemüse:
Für pflanzenfressende Fische (z. B. L-Welse) oder Wirbellose (z. B. Schnecken, Zwerggarnelen) eignen sich viele Gemüsesorten (Salat, Karotten, Gurke, Broccoli, Paprika) zum Verfüttern. Das Gemüse darf auf keinen Fall mit Pestiziden behandelt sein, daher besser Bio-Gemüse kaufen. Man kann das Gemüse vorher kurz überbrühen, muss man aber nicht.

Sonstiges Futter:
Man kann auch Natur-Joghurt ohne Zusätze verfüttern, aber nur ganz selten (höchstens einmal im Monat!), da er sehr fetthaltig ist und Fische Fet nicht abbauen können und dann eventuell sogar an Verfettung sterben, daher lieber zu wenig als zu viel füttern! (Gilt für alle Futtersorten!)
Einige L-Welsarten benötigen unbedingt Holz für ihre Verdauung, man kann es ihnen entweder mit Holzwurzeln (müssen für die Aquaristik geeignet sein!) oder mit speziellen Futtertabletten mit Holzzusatz zur Verfügung stellen. Bei L-Welsen, die diese Nahrung zwar benötigen aber nicht bekommen, wachsen nicht mehr und verkümmern!

Fazit:
Man sollte abwechslungsreich und lieber zu wenig, als zu viel füttern!

 


 
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